Hummer
(lat.: homaridae; engl. lobster; franz. homard)

Der Hummer ist ein Zehnfußkrebs, der im Meerwasser lebt und gehört zur Familie der Krustentiere zählt. Von der Form her ähnelt er den Edelkrebsen, seine Scheren sind unterschiedlich stark ausgeprägt. Der Hummer liebt kühlere Gewässer felsigen Untergrund in Küstennähe. Seine Färbung kann je nach Untergrund stark variieren, ihre legendäre rote Farbe erhalten Hummer erst durch das Kochen.

Die Länge des Hummers liegt üblicherweise um die 40 cm und er bringt bis zu 800 Gramm auf die Waage. In amerikanischen Gewässern wurden allerdings schon Lobster mit 70 cm Länge gefangen.

Im Handel findet sich sowohl europäischer als auch amerikanischer Hummer. Weil der Hummer als besondere Delikatesse gilt, gehen seine Bestände überall auf der Welt stark zurück. Auch in der Nordsee fühlt sich der Hummer durch die Wassererwärmung der letzten Jahre zunehmend nicht mehr so wohl.

Weil der tote Hummer extrem schnell Giftstoffe ausbildet, kauf man den Hummer normalerweise lebend beim Fischhändler. Dabei ist wichtig, dass der Hummer beim Kauf noch einen gesunden Eindruck macht, z.B. die Beine noch kräftig bewegt und seine Schren angriffslustig hebt. In Deutschland ist es verboten, Krustentiere lebendig zu zerschneiden, üblicherweise wird der Hummer lebend und kopfüber in kochendem Wasser geworfen und dann mindestens 5 min unter Wasser gehalten. Eine modernere Methode ist die vorherige starke Kühlung des Hummers.

Bevorzugt wird das wunderbare feste und aromatische Schwanzfleisch, das sich nach der Halbierung des Hummers leicht entnehmen lässt. Auch begehrt ist die Leber, die sich im Kopfteil verbirgt und die eventuell unter dem Schwanz verborgenen Eier. Um an das fleischige Innere der Hummerscheren heranzukommen bedarf es des geschickten Umgangs mit Hummerzange und -gabel.


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