Lotte, auch: Seeteufel
(engl.: monkfish, goosefish; franz.: boudroie, lotte; span.: rape; lat.: sophius piscatorius)

Man sieht es ihr eigentlich an, dass die Lotte eine eigene Familie innerhalb der Seefische bildet: Sie hat eine höchst ungewöhnliche und urzeitlich anmutende Form, die sich vor allem durch die verschiedenen, auf dem Körper verteilten knochenharten Verdickungen und die auffälligen Rückenstacheln ergibt. Eine dieser Stacheln kann sogar als Angel genutzt werden – sie wird durch Bakterien zum Leuchten gebracht um so als Köder zu funktionieren. Dazu kommt noch ein beeindruckend großer Kopf und ein breites Maul mit Zähnen, die die Lotte – ebenso wie ihre Angel – unmissverständlich als Raubfisch ausweisen. Die Brustflossen verweisen auf die Gattung der Armflossler. Die braucht die Lotte auch, denn sie lebt meist bodennah in fast allen Meeren.

Seeteufel, LotteDas gewöhnungsbedürftige Aussehen wird mit einem delikaten „Innenleben“ wettgemacht: Als Edelfisch hat die Lotte ein festes und sehr schmackhaftes Fleisch, das auch nach dem Kochen so fest bleibt. Nicht zuletzt auch wegen des fettarmen wohlschmeckenden Fleisches mag man die Lotte geräuchert oder auch in der Bouillabaisse. Aber auch alle üblichen Zubereitungsarten eignen sich – durch das feste Fleisch passen auch Rezepte mit etwas deftigeren mediterranen Zutaten.

Was manchen an der Zubereitung wie am Essen von Fisch so stört – die Lotte ist hier mehr als entgegenkommend: Weder Gräten noch Schuppen machen es dem Gourmet hier schwer!


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